
Hyposens® Fettcreme: Neurodermitis, Atopisches Ekzem und Lichen Sclerosus
Hyposens® Fettcreme mit starker Rückfettung (59% Lipide) wurde zur täglichen Pflege bei Neurodermitis, atopischem Ekzem sowie trockener und juckender Haut entwickelt, denn Juckreiz ist eine besonders quälende Begleiterscheinung der trockenen Haut.
Die Zusammensetzung entspricht aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Inhaltsstoffe von Hyposens® sind speziell ausgesucht und auf ihre Hautverträglichkeit unter allergologischen Aspekten geprüft.
Hyposens® Fettcreme enthält Harnstoff (Urea) der als natürlicher Bestandteil der Feuchthaltefaktoren in der Haut vorkommt. Er ist in der Lage, das Wasserbindungsvermögen in der Haut zu erhöhen.
Polidocanol wirkt dem bei trockener und juckender Haut auftretenden lästigen Juckreiz entgegen.
Modukine® reduziert Hautrötungen, beruhigt die Haut und hilft den Cortisonbedarf zu senken.
Weil Hyposens® Fettcreme einen schützenden Fettfilm auf der Haut bildet, ist es aufgrund seiner guten Verträglichkeit und Juckreizlinderung ebenfalls bei der Therapiebegleitenden Pflege bei Lichen Sclerosus sehr gut geeignet.
Hyposens® Fettcreme ist auch als Creme und Lotion erhältlich.
Die Zusammensetzung entspricht aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Inhaltsstoffe von Hyposens® sind speziell ausgesucht und auf ihre Hautverträglichkeit unter allergologischen Aspekten geprüft.
Hyposens® Fettcreme enthält Harnstoff (Urea) der als natürlicher Bestandteil der Feuchthaltefaktoren in der Haut vorkommt. Er ist in der Lage, das Wasserbindungsvermögen in der Haut zu erhöhen.
Polidocanol wirkt dem bei trockener und juckender Haut auftretenden lästigen Juckreiz entgegen.
Modukine® reduziert Hautrötungen, beruhigt die Haut und hilft den Cortisonbedarf zu senken.
Weil Hyposens® Fettcreme einen schützenden Fettfilm auf der Haut bildet, ist es aufgrund seiner guten Verträglichkeit und Juckreizlinderung ebenfalls bei der Therapiebegleitenden Pflege bei Lichen Sclerosus sehr gut geeignet.
Hyposens® Fettcreme ist auch als Creme und Lotion erhältlich.
Eigenschaften
Hyposens® Fettcreme ist frei von: Lanolin, Cortison, Konservierungs-, Farb- und Dufstoffen.
Indikation
Therapiebegleitende Pflege bei Neurodermitis, atopischem Ekzem, Waschekzem, Puritus senilis und Lichen Sklerosus. Zur Feuchtigkeitsregulierung der Hornschicht, Fettung und Juckreizstillung für die sehr trockene, juckende Haut und Altershaut.
Anwendung
Ab 5 Jahren. Hyposens® Fettcreme sollte ein- bis mehrmals täglich auf Hautpartien, die einer intensiven Pflege bedürfen, aufgetragen werden. Sie hinterlässt einen angenehmen feinen Lipidfilm ohne Fettglanz und zieht rasch ein.
Zusammensetzung
Aqua, Octyldodecanol, Paraffinum Liquidum, Cetearyl Alcohol, Dimethicone, Urea, Isopropyl Palmitate, Pentylene Glycol, Polysorbate 60, Stearic Acid, Palmitic Acid, Laureth-9, Lactose, Lactis Proteinum, Tocopherol, Sodium Hydroxide.
Gegenanzeige
Nicht mit den Augen und Schleimhäuten in Berührung bringen. Nur zur äußeren Anwendung bestimmt. Nicht auf offene Hautstellen auftragen.
Kundenbewertung
Hyposens Fettcreme ist sparsam beim auftragen an den betroffenen Stellen. Beim auftragen auf trockene Haut nach dem eischmieren merkt man wie der Juckreiz nach einiger Zeit von selbst aufhört. Ich versuche zur Zeit die betroffenen Stellen nur einmal am Tag einzuschmieren. Das riecht mir vollkommen aus ich bin zufrieden mit dieser Fettcreme.
schrieb Dieter K. bei shop-apotheke.de
Packungsgröße:
- PZN 04748669 Hyposens® Fettcreme 50 g
- PZN 04749172 Hyposens® Fettcreme 100 g
- PZN 04749373 Hyposens® Fettcreme 200 g
Welche Hautpflege ist die Richtige für meinen Hauttyp?
Neurodermitis und atopisches Ekzem
- Hyposens® Lotion
- Hyposens® Creme
- Hyposens® Fettcreme
- Hyposens® Kids CremeLotion
- Hyposens® Kids akut CremeLotion
- Lactel® N° 17
- Lactel® N° 21
Neurodermitis und atopisches Ekzem beschreiben dieselbe Hauterkrankung aus unterschiedlichen Perspektiven. Während „Neurodermitis“ der geläufige Begriff ist, bezeichnet „atopisches Ekzem“ den medizinisch korrekten Fachausdruck.
Das atopische Ekzem ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit wiederkehrenden Schüben. Die Haut ist trocken, empfindlich, stark gerötet und geht häufig mit intensivem Juckreiz einher. Die Erkrankung beginnt oft bereits im Säuglings- oder Kindesalter und betrifft typischerweise Kopfhaut, Gesicht, Hände, Arme und Beine.
Bei Babys zeigt sich die Erkrankung häufig zunächst im Gesicht und auf der behaarten Kopfhaut. Dort entsteht oft sogenannter Milchschorf – eine gelblich-weiße, schuppige Kruste auf geröteter Haut. Der Name leitet sich von der Ähnlichkeit zu angebrannter Milch ab.
Die Ursache des atopischen Ekzems ist bislang nicht vollständig geklärt. In vielen Fällen liegt eine genetisch bedingte Störung der Hautbarriere vor, wodurch die Haut empfindlicher auf äußere Einflüsse reagiert. Verschiedene Faktoren können die Erkrankung zusätzlich beeinflussen, darunter Textilien wie Wolle, Infektionen, bestimmte Lebensmittel, starke Wärme oder Kälte sowie psychische Belastungen wie Stress.
Charakteristisch sind entzündliche Hautveränderungen (Ekzeme) mit starkem, belastendem Juckreiz, die schubweise auftreten. Beschwerdefreie Phasen wechseln sich mit Zeiten intensiver Symptome ab, da das Immunsystem überreagiert und Entzündungsprozesse auslöst.
Basispflege: Menschen mit Neurodermitis bzw. atopischem Ekzem sollten ihre Haut täglich mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Pflegeprodukten versorgen. Dadurch können symptomfreie Phasen häufig verlängert und der Einsatz von kortisonhaltigen Cremes oder Salben reduziert werden. Die Pflegeprodukte sollten möglichst frei von Duft- und Konservierungsstoffen sein, um das Risiko zusätzlicher Kontaktallergien zu minimieren.
Für die tägliche Basispflege haben wir – abgestimmt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kinder- und Erwachsenenhaut – verschiedene Rezepturen entwickelt:
- Hyposens® Lotion (Modukine, Urea und Polidocanol)
- Hyposens® Creme (Modukine, Urea und Polidocanol)
- Hyposens® Fettcreme (Modukine, Urea und Polidocanol)
- Hyposens® Kids CremeLotion (Modukine, Mandelöl, Sheabutter, Panthenol und Glycerin)
- Hyposens® Kids akut CremeLotion (Modukine, Mandelöl, Sheabutter, Panthenol und Glycerin)
- Lactel® N° 17 (Urea)
- Lactel® N° 21 (Urea und Polidocanol)
Dusch- und Badegewohnheiten: Empfehlenswert ist das Duschen mit lauwarmem Wasser und einem besonders milden, seifenfreien Duschgel wie Lactel® N° 13. Alternativ eignen sich die Dusch- und Badeöle Lactel® N° 10 (mit Avocadoöl und Mandelöl) sowie Lactel® N° 11 (mit Avocadoöl, Mandelöl und Polidocanol) zur schonenden Reinigung und Pflege der Haut.
Ernährung: Ein Ernährungstagebuch kann hilfreich sein, um mögliche Lebensmittelallergien oder Unverträglichkeiten zu erkennen. Häufige Auslöser sind beispielsweise Milchprodukte, Eier, Nüsse oder Weizen. Entzündungshemmende Lebensmittel wie fettreicher Fisch (z.B. Lachs oder Makrele), Nüsse, Samen, Obst, Gemüse sowie fermentierte Produkte wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut können unterstützend wirken. Zudem ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, um die Haut auch von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Umweltbedingungen: Die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sollte idealerweise zwischen 40 und 60 % liegen, damit die Haut nicht zusätzlich austrocknet. Ein Luftbefeuchter kann dabei hilfreich sein. Ebenso empfiehlt es sich, das Zuhause möglichst frei von Staub, Tierhaaren und anderen Allergenen zu halten. Regelmäßiges Staubsaugen sowie das häufige Waschen von Bettwäsche können unterstützend wirken. Da Stress Neurodermitis verstärken kann, sind Entspannungsmethoden wie Meditation, Yoga oder Atemübungen oft sinnvoll.
Modukine® ist ein innovativer Wirkstoff ohne bekannte unerwünschte Nebenwirkungen und gilt als sanfte Alternative zu Kortison. Bei Anwendung auf der Haut kann Modukine® den Juckreiz ähnlich wirksam reduzieren wie 0,5 % Hydrokortison. Gleichzeitig unterstützt es die Verringerung von Hautrötungen, verbessert den Wasser- und Lipidhaushalt der Haut und reduziert den transepidermalen Wasserverlust.
Polidocanol hilft dabei, die Wahrnehmung von Juckreiz effektiv zu reduzieren, indem Hautreizungen abgeschwächt werden. Durch seine nichtionische Struktur besitzt Polidocanol zusätzlich pflegende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften.
Urea ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und wirkt intensiv feuchtigkeitsspendend. Es unterstützt die Regulierung der Hautfeuchtigkeit und hält die oberen Hautschichten geschmeidig. Darüber hinaus fördert Urea die natürliche Abschuppung trockener Haut und kann hautberuhigend sowie antimikrobiell wirken. Daher eignet sich Urea besonders gut für empfindliche und sensible Haut.
Panthenol überzeugt durch seine feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Eigenschaften. Es stärkt die natürliche Hautbarriere, wirkt entzündungshemmend und schützt die Haut vor belastenden Umwelteinflüssen. Zudem unterstützt Panthenol die Hautregeneration, indem es die Zellerneuerung und Gewebereparatur fördert. Gereizte oder empfindliche Haut kann dadurch beruhigt werden.
Mikrosilber bildet auf der Hautoberfläche einen antibakteriellen und antimykotischen Schutzfilm. Dadurch kann die Ansiedlung unerwünschter Bakterien und Pilze auf der Haut reduziert werden. Mikrosilber verbleibt auf der Hautoberfläche und wird nicht vom Körper aufgenommen.
Sheabutter ist reich an wertvollen Fett- und Triterpenöl-Säuren. Sie bildet eine schützende Barriere auf der Haut und hilft, Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren. Als natürlicher Conditioner hält Sheabutter die Haut geschmeidig und schützt vor dem Austrocknen. Vitamin E und Antioxidantien unterstützen zusätzlich die Regeneration der Haut. Darüber hinaus wirkt Sheabutter beruhigend bei Rötungen, Brennen und Hautreizungen.
Mandelöl versorgt die Haut mit den Vitaminen D, A und E sowie B-Vitaminen, Kalium, Magnesium und Calcium. Die enthaltenen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren unterstützen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut.
Avocadoöl liefert der Haut wertvolle Omega-Fettsäuren sowie die Vitamine A, D und E. Es dringt tief in die Haut ein, unterstützt die Regeneration der Hautbarriere und eignet sich besonders bei sehr trockener und rauer Haut.
Glycerin ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und besitzt stark feuchtigkeitsbindende Eigenschaften. Es dringt tiefer in die Haut ein als Hyaluronsäure und versorgt auch tiefere Hautschichten mit Feuchtigkeit. Darüber hinaus unterstützt Glycerin die Hautbarriere, wirkt beruhigend, fördert die Wundheilung und kann Entzündungen sowie die Zellregeneration positiv beeinflussen.
Psoriasis
- Lactel® N° 11
- Lactel® N° 13
- Lactel® N° 17
Psoriasis, auch als Schuppenflechte bekannt, ist eine entzündliche Hauterkrankung, die nicht ansteckend ist. Die genetische Veranlagung spielt dabei eine Rolle. Charakteristisch sind klar begrenzte, gerötete Hautareale mit silbrig-weißer Schuppung sowie ein ausgeprägter Juckreiz. Die Erkrankung verläuft typischerweise in Schüben und ist bislang nicht heilbar, jedoch in vielen Fällen gut behandelbar.
Die genauen Ursachen der Psoriasis sind bis heute nicht vollständig geklärt. Sie wird als Autoimmunerkrankung eingeordnet, bei der das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Hautgewebe angreift. Eine schlechte Hygiene ist nicht die Ursache der Erkrankung.
Besonders häufig betroffen sind Arme, Beine, Kopfhaut und Stirn. Diese Körperregionen zählen unabhängig von Alter, Geschlecht oder Krankheitsphase zu den am häufigsten betroffenen Arealen. Auch Kinder können erkranken. Zusätzlich können neben der Haut auch Gelenke oder innere Organe im Rahmen entzündlicher Prozesse betroffen sein.
Schon im frühen Stadium der Psoriasis der Kopfhaut zeigen sich typische Hautveränderungen. Die Entzündungsherde können sich über den Haaransatz hinaus bis zu Schläfen und Nacken ausbreiten. Sie erscheinen gerötet, schuppen stark und gehen häufig mit unangenehmem Juckreiz einher.
Die Beschwerden und Folgen der Psoriasis lassen sich durch geeignete Therapien oft deutlich lindern. Dies ist besonders wichtig, da sichtbare Hautveränderungen das Wohlbefinden und Selbstbewusstsein der Betroffenen stark beeinflussen können – insbesondere bei Befall im Gesichtsbereich.
Die dermatologische Behandlung zielt darauf ab, die übermäßige Schuppung zu reduzieren und Entzündungsprozesse zu kontrollieren. Hierfür stehen dem Hautarzt unterschiedliche äußerlich anwendbare Präparate zur Verfügung.
Basistherapie & Hautpflege
Eine rückfettende Hautpflege unterstützt die Hautbarriere und hilft, die Haut geschmeidig zu halten. Für die Reinigung empfiehlt sich ein mildes, seifenfreies Duschgel ohne Cocamidopropylbetain und ohne Duftstoffe, beispielsweise die Lactel® N° 13 Duschemulsion mit rückfettendem Komplex.
Zur Versorgung mit Feuchtigkeit sollte die Haut nach dem Waschen mit einer gut verträglichen, feuchtigkeitsspendenden Lotion eingecremt werden, zum Beispiel mit Lactel® N° 17 mit 5 % Urea.
Ergänzend kann ein lauwarmes Bad oder das Einölen nach dem Duschen sinnvoll sein. Besonders geeignet sind hautberuhigende Öle wie Mandelöl und Avocadoöl in Kombination mit juckreizlinderndem Polidocanol, wie es in Lactel® N° 11 enthalten ist.
Mandelöl versorgt die Haut mit Vitaminen wie D, A und E sowie B-Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Calcium. Die enthaltenen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren unterstützen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut.
Avocadoöl liefert wertvolle Omega-Fettsäuren sowie die Vitamine A, D und E. Es zieht tief in die Haut ein, unterstützt die Regeneration der Hautbarriere und hilft besonders bei trockener und rauer Haut.
Polidocanol reduziert die Wahrnehmung von Juckreiz, indem es die Reizweiterleitung in der Haut hemmt. Zusätzlich wirkt es aufgrund seiner chemischen Eigenschaften pflegend und feuchtigkeitsbewahrend.
Trockene und chronisch trockene Haut
- Lactel® N° 13
- Lactel® N° 17
- Lactel® N° 21
- Lactel® N° 29
- Lactel® N° 27
- Fabitop®
In der Medizin wird chronisch trockene Haut als „Xerosis cutis“ bezeichnet. Sie tritt insbesondere in den Wintermonaten gehäuft auf und betrifft vor allem Säuglinge, ältere Personen sowie Menschen mit atopischer Veranlagung. Hauptursache ist eine verminderte Talgproduktion in Kombination mit einem erhöhten transepidermalen Wasserverlust. Die Störung kann genetisch bedingt sein, entsteht jedoch meist im Laufe des Lebens durch äußere Faktoren wie kalte Luft, stark beheizte Räume oder stark entfettende Hautpflegeprodukte. Typische Symptome sind trockene, raue Haut mit Schuppung und Juckreiz. Bei längerem Bestehen können zusätzlich entzündliche Veränderungen auftreten, zudem ist ein Übergang in ein Ekzem möglich. Häufig betroffen sind vor allem Schienbeine, Unterarme und Hände.
Eine spezielle Form der chronisch trockenen Haut ist der sogenannte Altersjuckreiz, auch als Pruritus senilis bezeichnet.
Der chronische Pruritus senilis beschreibt einen Juckreiz, der länger als sechs Wochen anhält und ausschließlich ältere Menschen betrifft. In Deutschland sind etwa 14 % der Bevölkerung von chronischem Juckreiz betroffen, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter deutlich ansteigt. Bei Personen über 60 Jahren liegt der Anteil bei bis zu 20 %, bei über 80-Jährigen bei rund 30 %. Die Ursachen sind vielfältig und reichen neben Hauterkrankungen auch bis zu verschiedenen Stoffwechselerkrankungen, die Juckreiz auslösen können.
Charakteristisch für den Pruritus senilis ist eine stark ausgedünnte, trockene und empfindliche Haut (Hautatrophie). Mit zunehmendem Alter nimmt die Produktion von Hautfetten und Feuchtigkeit ab, wodurch die Haut zunehmend austrocknet und anfälliger für Juckreiz wird. Zusätzlich ist die Hautbarrierefunktion im Alter vermindert, was zu einer erhöhten Reizempfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen führt. Auch eine reduzierte Talg- und Schweißproduktion trägt zur Trockenheit bei. Altersbedingte Veränderungen der Nervenfunktion können zudem dazu führen, dass Juckreiz intensiver wahrgenommen oder leichter ausgelöst wird.
Was hilft bei (chronisch) trockener Haut?
Hautpflege
Die Grundlage der Therapie bildet eine konsequente Hautpflege mit feuchtigkeitsspendenden und juckreizlindernden Lotionen, Cremes und Waschemulsionen sowie die Vermeidung aggressiver Reinigung mit heißem Wasser oder alkalischen Seifen.
Für die Körperreinigung empfiehlt sich ein seifenfreies, rückfettendes Duschgel wie Lactel® N° 13, das die Haut bereits beim Waschen mit Feuchtigkeit versorgt und nicht zusätzlich belastet.
Feuchtigkeitsspendende Lotionen mit Urea (Lactel® N°17 mit 5% Urea) sowie mit Polidocanol (Lactel® N°21 mit 5% Urea und 3% Polidocanol) helfen, die Haut vor dem Austrocknen zu schützen und Juckreiz zu reduzieren.
Zubereitungen mit Dexpanthenol (Lactel® N°27 mit 5% Dexpanthenol sowie 3% Polidocanol) unterstützen zusätzlich die Regeneration der Haut, wirken entzündungshemmend und spenden Feuchtigkeit.
Bei bakteriell infizierten Hautstellen kann Pentylene Glycol aufgrund seiner antimikrobiellen Wirkung unterstützend eingesetzt werden, wie es auch in der Basiscreme Fabitop® enthalten ist.
Ernährung
Empfohlen wird der Verzicht auf Kaffee, stark gewürzte Speisen, Alkohol sowie histaminreiche Lebensmittel. Der Histamingehalt steigt insbesondere bei lange gereiften oder gelagerten Produkten, etwa bei gereiftem Käse, Schinken, Rotwein, Sauerkraut, Hefebrot, Fisch sowie Wurst- und Fleischwaren. Zudem sollte auf atmungsaktive, lockere Kleidung geachtet werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig; empfohlen werden etwa 1,5–2 Liter täglich, abhängig von Körpergewicht und Größe.
Urea ist ein natürlicher Bestandteil der Haut, der feuchtigkeitsbindend wirkt und die Hydratation der oberen Hautschichten verbessert. Es unterstützt zudem die Abschuppung und sorgt für ein glatteres Hautbild. Darüber hinaus besitzt Urea hautberuhigende und antimikrobielle Eigenschaften und eignet sich besonders für empfindliche Haut.
Polidocanol reduziert die Wahrnehmung von Juckreiz, indem es die Reizweiterleitung in der Haut abschwächt. Zusätzlich wirkt es aufgrund seiner nichtionischen Struktur pflegend und feuchtigkeitsspendend.
Dexpanthenol besitzt ausgeprägte beruhigende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften, insbesondere bei gereizter Haut. Es stärkt die Hautbarriere, wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Hautregeneration, indem es die Zellneubildung und Gewebereparatur fördert.
Pentylene Glycol erhöht die Wasserbindungsfähigkeit der Haut und wirkt zusätzlich antimikrobiell.
Entzündete, aufgekratzte Haut und Windelekzem
Hyposens® Kids AKUTEntzündete Haut – insbesondere im Windelbereich – ist bei Säuglingen und Kleinkindern ein häufiges Problem. Das sogenannte Windelekzem, medizinisch auch als irritatives Kontaktekzem bezeichnet, entsteht durch den anhaltenden Kontakt der empfindlichen Haut mit Urin, Kot sowie durch Reibung und Feuchtigkeit in der Windel. Diese Einflüsse können die Hautbarriere reizen, wodurch die Haut gerötet, schuppig und entzündet erscheinen kann.
Ein weiteres häufiges Problem bei entzündeter Haut ist das Aufkratzen der betroffenen Stellen. Das mit der Entzündung verbundene Jucken und Brennen verleitet Kinder häufig dazu, an den betroffenen Hautbereichen zu kratzen. Dadurch werden die Hautstellen zusätzlich belastet, sodass Entzündungen entstehen oder sich verschlimmern können.
Zur Vorbeugung und Behandlung sollte die Haut regelmäßig gereinigt und die Windel häufig gewechselt werden. Zudem sollte die Haut trocken gehalten und ausreichend belüftet werden. Eine geeignete Hautpflege ist dabei unverzichtbar.
Hyposens® Kids AKUT CremeLotion mit Mikrosilber, Mandelöl, Sheabutter, Panthenol und Glycerin besitzt hautpflegende und hautberuhigende sowie antimikrobielle und antimykotische Eigenschaften.
Mikrosilber besteht aus reinem Silber und wirkt juckreizlindernd. Es bildet auf der Haut einen antibakteriellen und antimykotischen Schutzfilm und kann dadurch der Besiedlung mit Bakterien und Pilzen entgegenwirken. Dadurch kann es nicht nur die Abheilung unterstützen, sondern auch das Risiko neuer Infektionen verringern. Dabei zeigt es keine Resistenzen. Zusätzlich hemmt es übermäßiges Keimwachstum und wirkt Entzündungen auf der Haut entgegen. Im Vergleich zu Nanosilber verbleibt Mikrosilber auf der Hautoberfläche, dringt nicht in tiefere Hautschichten ein und kann nicht als Feinstaub eingeatmet werden. Mikrosilber lässt sich durch Waschen oder Baden einfach wieder entfernen.
Mandelöl versorgt die Haut mit den Vitaminen D, A und E, Vitaminen des B-Komplexes sowie Kalium, Magnesium und Calcium. Die enthaltenen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren tragen zum Erhalt des natürlichen Säureschutzmantels der Haut bei.
Sheabutter ist reich an Fett- und Traponenöl-Säuren und bildet eine schützende Barriere, die den Feuchtigkeitsverlust reduziert. Sie wirkt als natürlicher Conditioner, hält die Haut geschmeidig und schützt vor Austrocknung. Durch Vitamin E und Antioxidantien unterstützt sie die Regeneration der Haut. Zusätzlich wirkt sie entzündungshemmend und kann bei Rötungen, Brennen oder Reizungen empfindlicher oder irritierter Haut unterstützend wirken.
Dexpanthenol zeichnet sich insbesondere bei irritierter Haut durch seine feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Eigenschaften aus. Es stärkt die natürliche Hautbarriere, wirkt entzündungshemmend und schützt vor belastenden Umwelteinflüssen. Darüber hinaus kann es die Hautheilung unterstützen, indem es die Zellerneuerung und die Reparatur des Gewebes fördert.
Glycerin ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und wirkt als feuchtigkeitsbindendes Molekül. Es kann tiefer in die Haut eindringen als Hyaluronsäure und versorgt dadurch auch tiefere Hautschichten mit Feuchtigkeit. Glycerin hält die Haut geschmeidig, unterstützt die Hautbarriere und wirkt hautberuhigend. Zusätzlich kann es die Wundheilung fördern, Entzündungen reduzieren und die Zellregeneration unterstützen.
Juckreiz
- Lactel® N° 11
- Lactel® N° 21
- Lactel® N° 27
- Hyposens® Lotion
- Hyposens® Creme
Juckreiz der Haut zählt zu den häufigen Beschwerden, von denen viele Menschen betroffen sind. Auslöser können unterschiedlich sein und reichen von trockener Haut über allergische Reaktionen bis hin zu Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis sowie äußeren Reizfaktoren aus der Umwelt. Der Juckreiz wird oft als sehr unangenehm empfunden und führt nicht selten dazu, dass Betroffene kratzen, wodurch die Haut zusätzlich verletzt wird und sich der Zustand verschlechtern kann.
Für eine wirksame Behandlung von Juckreiz ist es zunächst wichtig, die Ursache zu bestimmen, um gezielt dagegen vorzugehen.
Wenn die auslösende Ursache nicht direkt beseitigt werden kann oder eine schnelle Linderung gewünscht ist, sollten milde, parfümfreie Cremes und Lotionen mit juckreizlindernden und gegebenenfalls feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften verwendet werden.
Außerdem sollte auf heißes Duschen oder Baden verzichtet werden, da dies die Haut zusätzlich austrocknen kann. Besser geeignet sind lauwarme Bäder mit rückfettenden Zusätzen, beispielsweise Lactel® N°11 Dusch- und Badeöl mit Avocado- und Mandelöl sowie juckreizlinderndem Polidocanol. Auch kühlende Anwendungen wie ein kalter, feuchter Umschlag können die Beschwerden lindern.
Zur weiteren Pflege der gereizten Haut nach der Reinigung eignen sich – sofern nicht anders ärztlich empfohlen – Produkte mit dem gut verträglichen Lokalanästhetikum Polidocanol, wie etwa Lactel® N°21 (Polidocanol, Urea), Lactel® N°27 (Polidocanol, Dexpanthenol), Hyposens® Lotion oder Hyposens® Creme (Urea, Polidocanol und Modukine). Diese Präparate enthalten zusätzlich feuchtigkeitsspendende Komponenten zur Unterstützung der Hautpflege. Bei leichten Hautreizungen, zum Beispiel durch Sonnenbrand, kann die Kombination aus regenerierendem Dexpanthenol und juckreizlinderndem Polidocanol – wie in Lactel® N°27 – hilfreich sein.
Polidocanol wirkt, indem es die Wahrnehmung von Juckreiz reduziert und so das Empfinden von Hautreizungen abschwächt. Darüber hinaus besitzt es aufgrund seiner nichtionischen Struktur pflegende und feuchtigkeitsbewahrende Eigenschaften.
Urea ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und unterstützt die Bindung von Feuchtigkeit, wodurch die oberen Hautschichten geschmeidig bleiben. Durch die Regulierung des Feuchtigkeitshaushalts trägt Urea zu einer glatteren Hautoberfläche bei und unterstützt die natürliche Abschuppung. Zusätzlich wirkt es hautberuhigend und eignet sich besonders für empfindliche Haut.
Dexpanthenol ist bekannt für seine intensiv feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Eigenschaften bei gereizter Haut. Es stärkt die Hautbarriere, wirkt entzündungshemmend und schützt vor äußeren Belastungen. Zudem unterstützt es die Hauterneuerung, indem es die Regeneration von Zellen und Gewebe fördert.
Modukine® ist ein innovativer Wirkstoff ohne bekannte unerwünschte Nebenwirkungen und wird als sanfte Alternative zu Kortison betrachtet. Bei Anwendung auf der Haut kann es den Juckreiz ähnlich effektiv wie 0,5 % Hydrokortison reduzieren, Rötungen langfristig mindern und den Wasser- sowie Lipidhaushalt der Haut sowie den transepidermalen Wasserverlust positiv beeinflussen.
Lichen Sclerosus
Hyposens® FettcremeBei Lichen sclerosus handelt es sich um die häufigste nicht infektiöse, chronische Hauterkrankung, die hauptsächlich den äußeren Genitalbereich betrifft und weder durch Infektionen noch durch allergische Prozesse ausgelöst wird. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Die genaue Ursache von Lichen sclerosus ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass das körpereigene Immunsystem unter anderem auf Stress reagiert.
Schätzungen zufolge ist etwa jede 50. Frau von Lichen sclerosus betroffen.
Lichen sclerosus kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen: Schmerzen, Juckreiz und Veränderungen im Genitalbereich werden häufig als sehr belastend empfunden. Manche Frauen schämen sich, leiden unter einem veränderten Selbstbild oder haben Angst vor erneuten Krankheitsschüben.
Sprechen Sie das Thema daher aktiv bei Ihrer/m Gynäkologin/en an.
Die Symptome entwickeln sich häufig schleichend und sind anfangs nicht immer eindeutig zuzuordnen. Erste Beschwerden treten bei vielen Frauen bereits vor den Wechseljahren auf, verschwinden teilweise über Jahre hinweg und führen erst zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu Problemen. Dadurch suchen viele Betroffene erst spät ärztliche Hilfe auf. Daher ist es wichtig, bei den genannten Anzeichen frühzeitig eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.
Die typischen sichtbaren Symptome von Lichen sclerosus können Frauen häufig selbst erkennen:
- Wundsein und starke Hautrötungen nach dem Geschlechtsverkehr
- Empfindliche Haut, die schnell einreißt
- Weiße Flecken, die sich wie eine Acht an Vulva oder Anus zeigen
- Wunde Stellen und Vernarbungen
- Blasse und dünne Haut
- Einblutungen
- Verdickte weiße Hautareale
- Verhärtungen und Einrisse
Die Pflege nach der Kortisontherapie ist besonders wichtig. Die mehrfache tägliche Anwendung – auch nach dem Abklingen der Beschwerden – einer Fettcreme ohne Duft- und Konservierungsstoffe wie Hyposens® Fettcreme hat sich bewährt, da sie gleichzeitig pflegend, hydratisierend, entzündungshemmend und juckreizlindernd wirkt. Hyposens Fettcreme kann täglich mehrfach über einen unbegrenzten Zeitraum angewendet werden und weist keine bekannten Nebenwirkungen auf.
Ichthyose
- Lactel® N° 10
- Lactel® N° 11
Ichthyose ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen der Hautverhornung, die den gesamten Körper betreffen können.
Meist liegen genetische Defekte zugrunde, weshalb die Erkrankung nicht ansteckend ist.
Genetisch bedingte Ichthyosen sind bisher nicht heilbar.
Kennzeichnend sind extrem trockene, schuppige und verhärtete Hautpartien.
Der Begriff stammt vom griechischen Wort für „Fisch“, da das Hautbild oft an Fischschuppen erinnert.
Typische Symptome sind trockene Haut und feine oder große Schuppen an Armen, Beinen und dem Rumpf.
Das Gesicht ist nur selten betroffen.
Zusätzlich können Juckreiz sowie verdickte und rissige Hautstellen auftreten.
Nagelveränderungen und Hautinfektionen zählen ebenfalls zu möglichen Begleiterscheinungen.
Die Behandlung erfolgt meist mit Feuchtigkeitscremes, keratolytischen Wirkstoffen und teilweise Medikamenten, die die Hauterneuerung unterstützen.
Die aktuelle dermatologische S1-Leitlinie widerlegt die frühere Annahme, dass häufiges Baden den natürlichen Schutzmantel der Haut stark belastet.
Eine gezielte Badetherapie von 10 bis 20 Minuten mit pflegenden Zusätzen wie Lactel N°10 oder Lactel N°11 kann helfen, Schuppen und Verhornungen zu erweichen.
Dadurch lassen sich diese leichter entfernen.
Im Anschluss sollte die Haut rückfettend gepflegt werden, um Austrocknung zu vermeiden.
Mandelöl enthält die Vitamine D, A und E, den B-Komplex sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Calcium.
Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren tragen zum Schutz der Hautbarriere bei.
Avocadoöl liefert wichtige Omega-Fettsäuren sowie die Vitamine A, D und E.
Es dringt tief in die Haut ein und unterstützt die Regeneration der Hautbarriere.
Besonders trockene und raue Haut kann davon profitieren.
Polidocanol kann die Wahrnehmung von Hautreizungen vermindern und dadurch Juckreiz reduzieren.
Darüber hinaus besitzt es eine pflegende und feuchtigkeitsspendende Wirkung.